Bei der Diskussion sollten zwei Dinge bedacht werden:
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Welche Inhalte brauchen die Schüler um durchs Leben zu kommen, Studierfähig zu sein und auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen?
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Was kostet das ganze (Lehrerstunden? Unterrichtszeit? Oder gar ganze Jahresstunden anderer Fächer, die dafür gekürzt werden?)
Ich denke, dass Wikis, Facebook-Gruppen etc. tolle Dinge sind, die Unterricht bereichern können. Ich glaube aber nicht, dass sie gelehrt werden MÜSSEN, da sie dem obigen Punkt 1 nicht entsprechen.
Die Frage sollte also nicht sein, welche medientechnische Inhalte KÖNNEN wir noch verpflichtend in die Schule bringen, sondern, was MÜSSEN die Schüler wissen um... naja Sie wissen ja... Punkt 1.
Wenn man sein Elektronische-Medien-Curriculum unter dieser Prämisse entwirft, schrumpfen die Inhalte schnell auf ein machbares Maß zusammen.
In der Regel sind dann jahrgangsbezogene Projekttage oder ähnliches völlig ausreichend, um Dinge, wie Urheberrecht, Datenschutz in sozialen Netzwerken, Mobbing im Internet etc. aber auch Arbeiten mit Tabellenkalkulations- und Präsentationsprogrammen zu vermitteln.
Der größte Zeitbedarf ist sicherlich in den unteren Jahrgangsstufen (bei uns Klasse 5) zu sehen. Hier müssen so viele Grundlagen gelegt werden, dass sich ein ITG-Unterricht (bei uns ¼ Jahr) lohnt.
Unterrichtsinhalte, die den Einsatz eines Computers voraussetzen, können meiner Erfahrung nach nicht verpflichtend den Fächern zugeordnet werden, da viele Kollegen sich nicht zutrauen einen Computer zu bedienen. Auch Fortbildungen und fertig ausgearbeitete Arbeitsblätter haben keine Chance gegen die Unsicherheit, die in Bezug auf elektronische Medien besteht. Ein Referat, das ein Schüler mit Präsentationsprogramm hält, ist das höchste der Gefühle. Allerdings nur, wenn der Schüler selbständig in der Lage ist das Gerät hochzufahren, an den Beamer zu schließen etc.