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Die Grundfragen. Glauben, Gott und Religion

Beitrag verlinken am 07.12.2010 geschrieben
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Dieses Forum kann vielleicht ein bisschen Belebung gebrauchen: Daher erst mal in die Runde gefragt: Erlebt Ihr auch ein Aufblühen eines neuen Atheismus. Neu nicht in dem Sinn, dass es neue Argumente gäbe, neu im Selbstbewusstsein. Hauptprotagonist ist Richard Dawkins, ein Biologe von Hause aus, der sich aber als Vorreiter eines neuen Zeitalters fühlt.

Ich werde dazu gerne noch einige Gedanken äußern, wollte aber erst mal vorfühlen, ob das Thema Euch etwas sagt, also irgendwie schon begegnet ist.

Beitrag verlinken am 10.12.2010 geschrieben
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Hallo Tuennes,

ich habe den Dawkins nicht ganz, aber doch so ziemlich gelesen und fand einige Quellen und Stellen ganz anregend  (Z.B. Dostojewskis Brüder Karamasow, Pascals Wette ..., die Bestätigung von Kants moralischem Grundprinzip  durch die Evolution ...  ), hatte aber insgesamt das Gefühl, dass da jemand für ein US-amerikanisches Publikum schreibt, das er irgendwie auch provozieren möchte. Das fängt ja schon beim Titel ("The God Delusion" auf englisch). Ich vermute, dass ein aufgeklärter Theologe sich über Dawkins zwar ärgern kann, aber keineswegs in irgendeine Verlegenheit geraten wird.

Beitrag verlinken am 13.12.2010 geschrieben
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Lieber Klaus Dautel,

Mich interessiert Dawkins nicht wirklich, weil er gerade was die philosophischen Themen angeht, so unglaublich schlampig zu Werke geht. Langthaler und Appel haben ein Buch herausgegeben, in dem dies in dreizehn Aufsätzen haarklein aufgezeigt wird, und ich habe es rezensiert:

http://www.rpp-katholisch.de/default.aspx?tabId=88&nid=4143

Gehen wir doch zu den Sachen, sucheen wir nach den richtigen Fragen:

Ist die Evolutionsbiologie der Physik ähnlicher oder der Gechichtswissenschaft? - Ich denke, der Geschichte, denn sie erzählt etwas, das nicht wiederholt werden kann, und sie ist angewiesen auf eine begrenzte Zahl von Zeugnissen (Fossilien), die ihre Interpretation (den "Stammbaum" der Lebewesen) nicht so zwingend festlegen wie ein physikalisches Experiment.

Auf welcher Physik baut die Biochemie auf? Wie alle Chemie auf die Quantenphysik. Diese ist aber nicht die Theorie eindeutiger Messwerte, sondern quantenmechanische Zustände sind holografisch: Als Zustände sind sie abzählbar, doch ihnen entspricht eine unendliche Menge möglicher Messungen. So betrachtet auch die Biologie Objekte, die nicht Resultate einer Serienfertigung sind; es gibt keine zwei gleichen Blätter. Das Doppelhelixmodell der DNA, das in jedem Biologiesaal herumsteht, ist nur ein Bild eines Quantensystems, das noch viele andere Aspekte hat: Es absorbiert und emmittiert zum Beispiel Licht. Und die Lebewesen und ihre Ogane sind eben nichts anderes als vergrößerte Abbildungen der katalysierten Reaktionen, aus denen sie entstanden sind - und das ist ganz anders als eine Fließbandproduktion.

Und wenn der atheistisch inspirierten Biologie die Erklärungen ausgehen, leugnet sie einfach die Phänomene: Hat seit vier Milliarden Jahren in unserer Biosphäre eine Höherentwicklung stattgefunden? - Aber selbstverständlich! Wenn man natürlich nur den Maßstab "Überleben" kennt, dann unterscheidet sich ein Bakterium nicht von einem Steinadler. Aber wie arm ist eine so blinde Biologie!

Die Welt der heutigen Naturwissenschaft entspricht in zwei Punkten der theologischen Erwartung: Sie enthält so viele Freiheitsgrade, wie es mit rationaler Begreiflichkeit vereinbar ist. Und sie ist geschichtlich; sie beginnt mit einem Punkt extremer Einfachheit und erreicht auf der Erde eine unglaubliche Komplexität. Es ist nun nicht so, dass ein höheres Wesen da alle Nase lang die Physik korrigiert, die es selbst geschaffen hat. Aber die Vielfalt des Lebens verlangt doch nach einer Erklärung dafür, wie ihre Möglichkeit schon in die Gesetze der Physik eingelassen sein konnte. Man könnte sich so viele Welten denken, in denen nichts dergleichen passiert.

Das soll als Rückpass erst mal reichen; selbstverständlich kann das auch viel differenzierter dargestellt werden - aber muss ja erst mal nicht sein.

Beitrag verlinken am 01.10.2014 geschrieben
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Gefällt mir gar nicht, dass jetzt plötzlich ETHIK & RELIGION in einem Forum zwangsvereint sind! Es kann doch keinen größeren Gegensatz geben als RELIGION (= Glauben) & ETHIK (= Wissenschaft)!
Beitrag verlinken am 06.10.2014 geschrieben
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Nun, so plötzlich ist dies nicht passiert: Schon seit einigen Jahren ist dies hier so, ohne dass sich bisher jemand darüber öffentlich aufgeregt hat

Sicherlich lässt sich darüber streiten, ob der aktuelle Zustand sinnvoll ist. Besser ist es aber wohl, einfach eigene Beiträge einzubringen, die den eigenen Standpunkt in der Praxis verdeutlichen.

Und - bei Bedarf - lässt sich auch ein neues Forum für Ethik oder für Religion einrichten

Beitrag verlinken am 18.10.2014 geschrieben
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ja, die Kinder erleben einen Wertewandel, Egoismus tritt immer weiter in den Vordergrund, teilweise dank der Medien
Beitrag verlinken am 19.10.2014 geschrieben
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Das ist aber ein wirres & trauriges Lamentieren! Gehört wohl eher in die Rubrik Unsinn!
  • Statistiken: 7 Beiträge | 276 Aufrufe

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