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Wikileaks - Einer gegen alle?

Beitrag verlinken am 16.02.2011 geschrieben
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Shoe hat in seinem letzten Beitrag auf die Schulrelevanz hingewiesen. In diesem Zusammenhang würde es mich interessieren, ob ein mutiger Geschichts- bzw. Politiklehrer schon mit seiner Klasse das Thema Wikileaks behandelt hat. Vielleicht gab es sogar eine Diskussion? Eindrücke dieser Stunden wären für uns sicher bereichernd!

Wir haben über die Homepage von shoe nun einen guten Überblick über die wichtigsten Veröffentlichungen von Wikileaks. Allerdings sind die Enthüllungen an sich (meiner Meinung nach) nicht das Revolutionäre, sondern die ungefilterte Veröffentlichungsform.

Dies hat die schwerwiegendere Frage in die öffentliche Diskussion geworfen:

Was bedeutet Informationsfreiheit in der modernen Gesellschaft?

Dabei ist der Begriff Informationsfreiheit sehr heterogen und wird von verschiedenen Akteuren unterschiedlich interpretiert.

Wikileaks direkt hat zu dieser Frage bisher nicht klar Stellung genommen. Da wir nicht wissen wer alles für Wikileaks arbeitet, können wir uns nur an die zwei Personen halten, die sich von der Organisation bisher zu diesem Thema geäußert haben:

Julian Assange und Daniel Domscheit-Berg.

Ich stehe den Ansichten beider sehr skeptisch gegenüber. Ich habe hier Links eingefügt

http://www.sueddeutsche.de/digital/wikileaks-gruender-julian-assange-der-gegenverschwoerer-1.1031477

Der erste Artikel ist über das Phänomen Julian Assange. Es gibt einen Einblick in seine Denkwelt mit einigen Internetlinks direkt im Artikel.


http://cryptome.org/0002/ja-conspiracies.pdf

Der zweite Link ist der (durchaus aufschlussreiche) Aufsatz von Julian Assange: "Conspiracy as governance". Wer des Englischen nicht mächtig ist, der findet auch eine deutsche Übersetzung auf google.


http://www.sueddeutsche.de/digital/enthuellungsbuch-inside-wikileaks-der-grosse-bluff-1.1058338

Der dritte Link ist eine Rezension des Buches "Inside Wikileaks" von Daniel Domscheidt-Berg

 

Daniel-Domscheidt-Berg beispielsweise bezeichnet in seinem Buch das Werk von Proudhon "Was ist Eigentum" als das bedeutenste Buch, was je geschrieben wurde. Das halte ich für bedenklich.

Nach diesen Links behauptet man meiner Meinung nach nicht zuviel, wenn man sagt:

 

Die Einstellung dieser Leute sympathisiert mit dem Begriff des Anarchismus

Ich muss einschränkend hinzufügen, dass es bei Wikileaks sicher auch weniger extreme Positionen gibt, aber:  Über diese Positionen wissen wir bisher nichts.

 

Aus meiner Sicht ist die entscheidenden Fragen zu Wikileaks:

Wo kann eine moderne Internetplattform mehr bieten,  als investigativer Journalismus?

Welche Informationen sollten ungefiltert veröffentlicht werden (Korruption in Milliardenhöhe?)

und welche sollten es nicht (private E-mails?)

 

Darüber thront die oben genannte allgemeine Frage: Was bedeutet Informationsfreiheit? Diese Diskussion hat Wikileaks ausgelöst, und diese Diskussion ist unglaublich wichtig!

 

 

 

 

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