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Kitas machen Kinder im Alltag fit für nachhaltiges Verhalten

Beitrag verlinken am 10.06.2010 geschrieben
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10. Juni 2010, Nr. 67/2010, AZ 26336

Studie zeigt: Kitas machen Kinder im Alltag fit für nachhaltiges
Verhalten

Experten diskutieren heute bei Tagung in DBU Projekt-Ergebnisse –
„Export“ in weitere Bundesländer geplant

Osnabrück. Kindertagesstätten können Kinder durch ihre Bildungsarbeit
wirkungsvoll für nachhaltiges Verhalten im Alltag sensibilisieren. Und:
Was im Großraum Hamburg als Modellprojekt funktionierte, soll auch auf
andere Bundesländer übertragen werden. Das sind die wesentlichen
Ergebnisse des Modellprojekts „KITA21 – Die Zukunftsgestalter“, die
die S.O.F. Save Our Future Umweltstiftung und die Leuphana Universität
Lüneburg heute im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück vorstellten. Im Rahmen einer
Fachtagung diskutierten insgesamt 140 Praktiker, Multiplikatoren und
Wissenschaftler über die Bedeutung von Bildung für nachhaltige
Entwicklung als Zukunftskonzept für Kindertagesstätten (Kitas).

Die S.O.F. hatte in den vergangenen zwei Jahren im Großraum Hamburg das
Modellprojekt „KITA21 – Die Zukunftsgestalter“ durchgeführt, in
dessen Rahmen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in
Kindertageseinrichtungen gefördert und ausgezeichnet wurde. Die
Evaluation erfolgte durch das Institut für integrative Studien (infis)
der Leuphana Universität Lüneburg. Professor Dr. Ute Stoltenberg,
Leiterin des infis, stellte heute erstmals die Ergebnisse der
Untersuchung vor. „Die durch ‚KITA21’ initiierten und ausgezeichneten
Projekte greifen Alltagsthemen so auf, dass sie zu einer
Sensibilisierung für verantwortungsvolles Handeln bei den beteiligten
Kindern und Erwachsenen führen. Bei den Kindern hat sich insbesondere
gezeigt, dass sie sehr wohl weit über ihren Tellerrand hinausblicken,
sich in andere Menschen hineindenken und ein starkes
Gerechtigkeitsgefühl entwickeln können“, berichtet die
Wissenschaftlerin. Die Zahlen belegten dies.

Aus der Evaluation des infis geht hervor, dass dreiviertel der am
Modellprojekt beteiligten Erziehenden eine starke Veränderung ihrer
pädagogischen Arbeit durch die Auseinandersetzung mit Bildung für
nachhaltige Entwicklung im Rahmen ihrer Teilnahme an „KITA21“
feststellen. Fast 90 Prozent der Befragten sprechen von einem
veränderten Blick auf ihre Arbeit, und über 65 Prozent sehen sogar
eine deutliche Wirkung auf die gesamte Einrichtungsorganisation. Die
Studie zeigt, dass „KITA21“ einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung in
den Einrichtungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung leistet.

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen hat die Schirmherrschaft für
die „KITA21“-Tagung übernommen. In seinem Grußwort schreibt er: „Wenn
es gelingt, ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Alltag von
Kindertageseinrichtungen zu erzeugen, dann haben wir viel erreicht. Dies
ist der S.O.F. Save Our Future - Umweltstiftung mit dem Projekt
‚KITA21’ bereits vorbildlich gelungen. Ich wünsche der S.O.F.
viel Erfolg bei der bundesweiten Verbreitung von ‚KITA21’“.

Die Worte des Bundesumweltministers stoßen bei der S.O.F. auf offene
Ohren – die Hamburger Umweltstiftung plant bereits den weiteren Ausbau
von ‚KITA21’ und strebt die Ausweitung des Auszeichnungsverfahrens auf
andere Bundesländer an. „Unser Ziel ist es, ‚KITA21’ als
Auszeichnungs- und Unterstützungsverfahren für Bildung für eine
nachhaltige Entwicklung in Kitas weiter zu etablieren“, erklärt Ralf
Thielebein-Pohl, Geschäftsführer der S.O.F., „dafür suchen wir starke
Netzwerkpartner und Förderer, denn ein wesentlicher Erfolgsfaktor von
KITA21 liegt in der Verankerung des Systems in den regionalen
Strukturen“.

An der Modellphase von „KITA21“ beteiligten sich Erzieherinnen und
Erzieher aus rund 50 Kindertageseinrichtungen. Sie setzten im Jahr 2009
Bildungsprojekte zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen um. Für
erfolgreiche Bildungsarbeit im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung in
2009 erhielten 35 Einrichtungen im April von Hamburgs Sozialsenator
Dietrich Wersich die Auszeichnung „KITA21“. Das Modellprojekt „KITA21
– Die Zukunftsgestalter“ wurde von der DBU seit 2008 mit rund
120.000 Euro gefördert.

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dieser E-Mail senden wir Ihnen eine Pressemitteilung der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück. Weitere Informationen zur Arbeit
der Stiftung finden Sie auf der Internet-Homepage unter www.dbu.de.
Sollten Sie kein Interesse an unseren Informationen haben oder sie
lieber per Fax erhalten, mailen Sie bitte an fg.elpers@dbu.de.

Vielen Dank für Ihr Interesse!

Franz-Georg Elpers
Pressesprecher



Deutsche Bundesstiftung Umwelt
- Sekretariat Pressereferat -

tagsStichwörter: Kita, Nachhaltigkeit, Umwelt
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