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Die Welt, in der wir leben, ist analog!

Beitrag verlinken am 27.05.2010 geschrieben
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Die digitale Welt ist faszinierend... ich verbringe (zu) viel Zeit am Computer. Die Kinder sagen: "Ohne Handy kann ich nicht  leben!"... Was passiert da mit uns?

Karrikatur von Ritsch & Renn aus c't: http://www.heise.de/ct/schlagseite/03/16/

© c't, Ritsch & Renn (für IT-online freundlicherweise freigegeben)

Und eMails sind ja schon wieder out! SMS und soziale Netzwerke sind in... und was ist mit "Mama"? Wie digitalisiert man eigentlich Gefühle?

Ein paar weitere (unsortierte) Gedanken zum Thema:

Die Zeit vergeht kontinuierlich (analog), nicht sekundenweise wie auf einer Digitaluhr. Die Temperatur verändert sich analog, nicht sprunghaft wie auf einem Digitalthermometer.

Das Blau des Himmels hat unendlich viele Abstufungen. Das Bild einer Digitalkamera mit x-Megapixeln ist nicht weniger, aber auch nicht mehr als ein reduziertes digitales Abbild der analogen Wirklichkeit.

Die digitale Welt ist die Welt der (endlichen) Zahlen.

Die Wahrscheinlichkeitsrechnung sagt mir, wie meine Chancen im Lotto stehen. Die Wetterprognose sagt mir, ob es morgen (wahrscheinlich) regnen wird. Verlässliches über die Wirklichkeit erfahre ich dadurch nicht!

Nicht immer sind Null oder Eins die beste Wahl:

Das zeitweise Dogma der zweiwertigen Logik musste schon aufgegeben werden. Die Fuzzylogik findet immer weitere spannende Anwendungsgebiete (wenn auch in digitalisierter Form).

In der Physik wurden mit der Heisenbergschen Unschärferelation Wahrscheinlichkeitsaussagen eingeführt.

Apropos Wahrscheinlichkeit und Statistik: En Computerprogramm enthält pro 1.000 Programmzeilen im Durchschnitt einen Fehler und allein das Betriebssystem eines Computers besteht aus zig Millionen Programmzeilen!

Wir sind noch weit davon entfernt, auch nur das Gehirn einer Stubenfliege (die sanft an der Decke landen kann) digital nachzubauen.

Die digitalen Medien sind nicht mehr als (unvollkommene) Werkzeuge im Bemühen, sich in der analogen Wirklichkeit zurechtzufinden und einzurichten. Der Grad unserer Abhängigkeit von diesen Medien sollte zumindest nachdenklich machen. Es wäre fatal, wenn wir das digitale Abbild der Realität zunehmend für die Wirklichkeit selbst halten würden.

Beitrag wurde am 27.05.2010 vom Verfasser bearbeitet
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