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K. Dautels Weblog

Die Diskussion ums Sitzenbleiben - das falsche Pferd

In meinem Deutschkurs lasen wir unter dem Aspekt "Analyse eines argumentieren Textes" den Leitartikel aus der ZEIT vom 21. Februar mit der Überschrift "Pädagogisch wertlos". Der Autor Thomas Kerstan argumentiert darin, wie der Titel andeutet, für die Abschaffung der Nichtversetzungspraxis (einfacher: des Sitzenbleibens) bei schlechten Schulleistungen. Wir fanden den Artikel gut, die Argumentation transparent und die Argumentationsweise anregend. Die unterrichtlichen Behandlung des Artikels, die angemessen ausführlich war, endete mit einer Abstimmung. Darin sprach sich die überwältigende Mehrheit für die Beibehaltung des Sitzenbleibens aus. Was für eine Überraschung!

Wie erklärt sich dies? 

An der mangelnden Qualität des Artikels kann es nicht gelegen haben.

Auch nicht - so wage ich zu behaupten - daran, dass es sich hier um Gymnasiasten in der Endphase ihrer ...

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Annette Schavans Titelkampf

Die Diskussion kreist im Augenblick um Fragen wie diese:

1. Kann eine Bildungsministerin mit aberkanntem Doktortitel Vorbild für den Wissenschaftsbetrieb und den akademischen Nachwuchs sein? Einfache Antwort: Nein!

2. Wiegen 30 Jahre gute Arbeit als Politikerin (oder so ähnlich) nicht ein paar Dummheiten von vor 30 Jahren auf? Gegenfrage: Was sind ein paar Dummheiten?

3. Hat man vor 33 Jahren wissenschaftlich nicht ganz anders gearbeitet als heute in Zeiten von Internet, digitalisierten Buchbeständen und Copy'n'Paste? Antwort: Ja, und zwar mit Karteikästen voller Zettel mit Zitaten und Quellen. Da konnte man schon auch mal den Überblick verlieren.

Über eines wird noch zu wenig gesprochen: Über Gleichbehandlung und Gerechtigkeit. 

Ein Doktortitel steht landläufig für Bildung, Fleiß und Intelligenz - ob das im Einzelnen zutrifft, spielt hier keine Rolle. Die Karriere von Frau Schavan basiert auf diesem Titel als Ausweis ihrer Qualifikation und ...

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karin.schamann Letzter Kommentar von karin.schamann am 18.02.2013
Hallo zusammen, ich stimme meinem Vorredner voll und ganz zu. Mir stellt sich aber immer wieder die Frage, warum wird nicht schon beim korrigieren auf ...

Vom Schluss-Applaus im Klassenzimmer und dem Wert einer Unterrichtsstunde

Es kommt immer wieder vor, dass eine Klasse am Ende der Vorführstunde, die ein Referendar / eine Referendarin zu absolvieren hat, Beifall klatscht. Der Referendar, die Referendarin spricht die letzten Worte, erinnert an die Hausaufgaben, bedankt sich bei der Klasse für was auch immer und wünscht ein schönes Wochenende oder so. Applaus oder beifälliges Klopfen. Dabei ist aus Sicht der Besucher diese Stunde nicht immer gut. 

Was lässt sich aus diesem Ereignis schließen?

Zuerst einmal dass der Referendar / die Referendarin ein gewisses Standing in der Klasse hat.

Zweitens dass die Klasse mit der Situation mehrheitlich solidarisch und gleichsam partnerschaftlich umgeht.

Drittens aber, und das ist vielleicht das Wichtigste daran, zeigt es, wie relativ der Wert einer Einzelstunde für den Unterrichtserfolg ist und dass die Wertschätzung bzw. Solidarität von Schülern nicht allein auf der Effizienz von ...

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quennet.konsumpaedagogik Letzter Kommentar von quennet.konsumpaedagogik am 09.02.2013
Lieber kdautel, tut mir leid, wenn es so für Sie rüberkommt. War naiv von mir, positives zu zitieren. Muss anscheinend noch an meiner Bescheidenheit ...

E-Mails ja, Computer vielleicht, Drucker nein - Arbeitsgerät Handy

 Wieder eine interessante Erfahrung mit E-Mails im Unterricht gemacht: Wie in den Jahren zuvor habe ich an meinen Kurs eine Textsammlung per E-Mail verschickt mit dem Auftrag, die Datei auszudrucken und in den Unterricht mitzubringen. Über die Hälfte hatte nichts dabei! Auf genaueres Nachfragen hin stellte ich fest, dass bei nicht wenigen die E-Mail durchaus zur Kenntnis genommen worden war - aber auf dem Handy

 Das ist eine neue Situation, über die man nachdenken sollte.

 Was ist für Schüler das Wichtigste am Internet? Das Kommunizieren! Dazu reicht das Händi, das ist immer dabei. Dazu muss man auch nicht auf einer ausgewachsenen Tastatur mühselig und mit zehn Fingern ganze Sätze schreiben, sondern kann im Zwei-Daumen-System in atemberaubender Geschwindigkeit Kurzbotschaften als Antwort auf Kurzbotschaften zu Kurzbotschaften versenden. 

 Mir scheint, die Lehrer-Hoffnung, dass der Computer und ...

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Schulbücher: Jetzt ist auch Scannen erlaubt - die magische 10.

Vor einem Jahr erregte der Begriff „Schultrojaner“ die Gemüter. Die Schulbuchverlage hatten sich in Verhandlungen mit den Kultusministerien das Recht erstritten, mit einer noch zu entwickelnden Software stichprobenartige Durchsuchungen auf Schulservern durchführen zu dürfen, ob dort nicht-lizenzierte Digitalisate von Schulbuch-Materialien lagern. Die Digitalisierung von Schulbüchern ohne die zuvor eingeholten Genehmigungungen ist nämlich generell nicht erlaubt - gewesen, darf man seit heute sagen. 

Denn zum einen wissen die Verlage schon lange, dass es eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist, eine solche Software zu entwickeln und einzusetzen, ohne nicht ständig mit Datenschutz und Persönlichkeitsrechten in Konflikt zu geraten. 

Zum anderen haben die Kultusministerien der Länder - vertreten übrigens durch Bayern - den Vertrag ...

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GoogleDrive oder Wikiwiki - wer hat die Nase vorn?

Mit Wikis im Unterricht arbeite ich schon lange - und damit meine ich nicht das Kopieren aus der Wikipedia, sondern den Einsatz eines eigenes Wikis: 

  • Darin werden Unterrichtsprotokolle abgelegt (keine Kopier- und Druckausgaben), 
  • ausgesuchte Materialien eingestellt oder per Linkliste empfohlen, 
  • Ergebnisse von Einzel- oder Gruppenarbeiten dokumentiert und 
  • schließlich Schülertexte mit Hilfe der Diskussions-Seiten kommentiert und überarbeitet (prozessorientierte Schreibdidaktik). 

Aber das Internet entwickelt sich unermüdlich weiter und insbesondere in der „Cloud“ entstehen eine Vielzahl neuer Angebote, die Wiki-ähnliche Arbeitsmöglichkeiten bieten. 

  • Was das Speichern und zur Verfügung Stellen von ...
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kdautel Letzter Kommentar von kdautel am 11.11.2012
Ich vergaß noch einen recht wichtigen Aspekt hinzuzufügen: Es ist ja beim Arbeiten in Wikis - sofern Registrierzwang herrscht - immer auch die Frage, unter ...

Zweifel eines noch treuen Apple-Users

"Eine Nacht lang für das neue iPhone anzustehen ist nicht cool, sondern idiotisch. Aber ein paar Wochen lang vor Apple-Stores eine »Fair Pay for China«-Kampagne zu veranstalten – das wäre originell." Mit diesem Satz endet der ZEIT-Artikel "Gar nicht cool" auf Seite 1 der Ausgabe vom 27. September.

Ich will hier nicht zu einer solchen Aktion aufrufen oder über den Sinn einer solchen diskutieren. Ich muss aber einmal mein Problem als alt-gedienter Apple-User ansprechen. Ich habe Apple in den 90er Jahren die Stange gehalten, als die Firma vor dem Aus stand, ich habe mit dem Kopfschütteln von Schülern und Kollegen gelebt, wenn ich mit ihren Windows-XY-Dokumenten und Programmen nicht 'kompatibel' war. Schließlich habe ich mich über den kreativen Neu-Start mit Steve Jobs sehr gefreut. Und nicht zu vergessen: Ich habe viel Geld ausgegeben.

Jetzt aber ist aus dem ...

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kdautel Letzter Kommentar von kdautel am 15.10.2012
Hinweis: Am 5. 10. 2012 kam auf ZDF Info diese Sendung zu unserem Thema: Wolf Christian Ulrich trifft Jünger, die die Anziehungskraft von Apple erklären. ...

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Letzte Kommentare

karin.schamann bei "Annette Schavans Titelkampf" am 18.02.2013:
Hallo zusammen, ich stimme meinem Vorredner voll und ganz zu. Mir stellt sich aber immer wieder die Frage, warum wird nicht schon beim korrigieren auf ...

Tuennes bei "Annette Schavans Titelkampf" am 11.02.2013:
Würde gerne zum Fall Schavan zurückkehren und ein paar Dinge dazu sagen: (1) "Deutsche Titelsucht": Es ist ja auch wiederholt vorgschlagen worden, ...

charlymueller bei "Annette Schavans Titelkampf" am 11.02.2013:
Ich möchte gerne die letzte Vermutung aufgreifen: We wäre das eigentlich bei uns Lehrern? Oder noch eklatanter: Wie wäre es bei Schülern??? Es ist doch sehr ...

HWJ bei "Annette Schavans Titelkampf" am 11.02.2013:
Hallo Karl, dass die Verantwortlichkeit für das Seitenlayout und die Textformatierung bei Mixxt liegt, wusste ich bereits seit längerem. Es wurde ja nicht ...

TNolte bei "Annette Schavans Titelkampf" am 11.02.2013:
Ein lesenswerter FAZ-Artikel zur "Weiterentwicklung" von Annette Schavan, der die Gesamtzusammenhänge von Forschung und Bildung verdeutlicht: ...

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