Ausgehend vom Artikel "Schulbuch sucht legale Nachfolger" in der "taz" vom 02.05.2012 von den Autoren Jöran Muuß-Merholz und Felix Schaumburg (--> http://www.taz.de/Unterrichtsmaterial-an-Schulen/!92570/) entstand heute an mehreren Stellen im Internet eine Diskussion über die Zukunft von Schulbüchern.
Im Religionslehrer-Netzwerk der evangelischen Kirche "rpi" zeigt die Überschrift, um was es geht:
Warum im digitalen Wandel das Urheberrecht das verbietet, was pädagogisch geboten ist. Den Schulen droht ein Kulturkampf.
oder:
Das Schulbuch, König der alten Schulmedien, stirbt. Sein Nachfolger steht bereit – wird aber vom aktuellen Urheberrecht blockiert.
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Gwen Solomon, Lynne Schrum: Web 2.0 für den Unterricht: Neue Möglichkeiten für neue Schulen: Eine Einführung in Werkzeuge, Methoden, Schulorganisaton und Fortbildung (broschiert), (TibiaPress) Überlingen 2011 (Erscheinungsdatum: 29. Februar 2012), 300 S., 24,00 EUR
ISBN-13: 978-3935254199
"Web 2.0 verschafft dem End-User mehr Individualisierung, mehr Interaktion und mehr Beteiligung. Das hat schon die Kompetenzen der Schüler heute verändert und wird auch die Erwartungen für die Berufswelt verändern. Was bedeutet das für Schulen? Dem spürt das Buch nach: Es erklärt u. a. die neuen Tools von Blogs, von nutzeroffenen Datensammlungen und Podcasts. Dabei werden die Einsatzmöglichkeiten im Unterricht und in der Weiterbildung diskutiert, ohne Sicherheitsaspekte zu vergessen. Wichtige Themen sind dabei: Integration ins Schulleben und ins Schulprofil, Weiterbildung, neue Unterrichtsinhalte, Finanzierung und technische Fragen, neue pädagogische Visionen. Tutorials zu ...
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Das "Netzwerk Bildung" weist via Facebook auf einen Blog-Beitrag [1] von Prof. Gerhard Stapelfeldt [2] hin, in dem er für seine Veranstaltung, Donnerstag, 19.01.2012, 18:00 Uhr, SP4 (Schlossplatz 4, 1 OG) an der WWU Münster wirbt: "Warum Bildung nicht messbar ist. Bemerkungen zum gesellschaftlichen Interesse der Bildungsforschung." (Vortrag und Diskussion)
Aus dem WP-Artikel geht hervor, dass Stapelfeldt (Jahrgang 1947) sich in seinem vierbändigen Hauptwerk zur 'Kritik der ökonomischen Rationalität' mit der "Genese sowie der logischen, institutionellen und empirischen Struktur des staatsinterventionistischen und des neoliberalen Kapitalismus" [2] beschäftigt hat. Stapelfeldt will in seinem Vortrag "das gesellschaftliche, ökonomische Interesse der Bildungs-Messung durch die einschlägige Bildungsforschung" erläutern und "wie sich unter der Hand der Forschungsmethoden der Gegenstand von der Bildung zur Halbbildung verändert" [1], indem allein ein gutes Ranking finanzielle ...
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Im Teaser eines ZEIT-Artikels vom 12.01.2012 heißt es:
"Vieles deutet darauf hin, dass Apple das iPad in großem Stil an Schulen verteilen will – mit Hilfe der Schulbuchverlage. Kinder wären die Marke so von klein auf gewöhnt."
http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-01/apple-ipad-schulen-schulbuch
Ich frage mich:
Folgt in den Schulen jetzt auf die Microsoft-Abhängigkeit (Option 1.0) die Apple-Abhängigkeit (Option 2.0)? Und dann auch noch die Apple-/Schulbuchverlag-Allianz (Option 2.5)! - Kapitalismus beißt sich wohl mit dem Open-Source- und Gemeinwohlgedanken im Bildungswesen? - Classmate / One-Laptop-Per-Child (OLPC) und Open-Education-Ressources (OER) als Alternative (Option 3.0)?!