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Das Whiteboard für's Whiteboard - so und auch andersrum

Computerunterstütztes Lernen

Das Whiteboard für's Whiteboard - so und auch andersrum

Ein Tipp nicht nur für Referendare

Neben den Programmierarbeiten gebe ich auch Schulungen im Bereich Online-Nachhilfe - und bei meinen letzten Tests empfand ich: Luxus!

Der Reihe nach: Für diese in anderen Ländern schon sehr verbreitete Nachhilfeform werden gerne Online-Whiteboards genutzt. Sie sind der Ersatz für die Tafel. Und können meist noch deutlich mehr. Nur wie schreibt man auf diese Tafel? Klar, Kreide auf dem Bildschirm ist eher ungünstig - also fängt man mit der Maus an. Jeder, der mit der Maus schon Texte und Formeln geschrieben hat, weiß aber, dass das nicht wirklich gut geht. Also weg mit der Maus und das Grafiktablett (z.B. von Wacom) angeschlossen. Geht schon viel besser - aber lässt sich noch deutlich toppen: mit einem 'interaktiven Whiteboard'. Ja, mit so einem Riesen-Tablett kommt schon das Gefühl von Luxus auf!

Uwe nutzt ein interaktives Whiteboard als Eingabewerkzeug für ein Online-Whiteboard - hier am Beispiel scribblar

Hier ein Beispiel unter Verwendung des aus England stammenden, aber auch in deutscher Version verfügbaren Online-Whiteboards Scribblar. Scribblar eignet sich gut für Nachhilfe in Mathematik. So ist Wolfram-Alpha und LaTex vorhanden. Passt!

So - und jetzt noch mal zurück. Ich habe ein 'interaktives' Whiteboard als Eingabe-Device für das Online-Whiteboard genutzt. Was hier den Hauch von Luxus hat, macht auch andersherum Sinn: Das Online-Whiteboard als Software für's 'interaktive' Whiteboard.

Referandarinnen und Referendaren möchte ich nicht empfehlen, die den 'interaktiven' Whiteboards beigefügte Software zu nehmen. Hat die eine Schule vielleicht Promethean-Whiteboards, so hat die andere Smart-Boards. Und welche Boards (und ob überhaupt) morgen en vogue sind, kann noch niemand sagen. Ja - es gibt sogar nicht wenige Schulen, die haben Whiteboards mehrerer Hersteller aufgestellt. Was tun?
Mit einer Board-unabhängigen Software seid ihr langfristig auf der sicheren Seite! Einige Bundesländer haben deshalb schon MasterTool aus dem Hause Co.Tec geordert. Gefällt mir gut - doch für Mathe noch etwas schwach. Kann auch nicht wirklich immer passen: Mathelehrer haben andere Anforderungen als Englisch- oder Biologielehrer - und zu kompliziert und überfrachtet soll es ja auch nicht sein. Also doch fachspezifische Software?
Wenn die Software dann allerdings installiert werden müsste auf Lehrer- und Schülerrechnern - dann ist der Konflikt mit dem Systembetreuer häufig vorprogrammiert. Geht gar nicht! Also nehmt doch gleich Online-Whiteboards. Zugang zum Internet ist ja immer weniger ein Problem!

So habt ihr Funktionalitäten von 'interaktiven' Whiteboards immer dabei und könnt auch in Lehrproben brillieren - selbst wenn die Schule gar kein 'interaktives' Whiteboard hat. Beamer, Netbook und Tablett (USB-Verlängerungskabel nicht vergessen!) reichen auch.
Und die generierten Tafelbilder speichert Ihr im Netz, auf dem Schulserver oder in der Klassen-Dropbox ab, sodass die Ergebnissicherung stimmt. Die Nutzung von Tablett und Software kann man vorher ein wenig mit den Schülern üben! Wir wollen doch Lehrerzentrierung nicht als Vorwurf hören...

Sollten denn tatsächlich einige Netbooks vorhanden sein (okay - unwahrscheinlich), so könnt ihr auch Kleingruppen bilden und die Schüler nutzen eigene Screens auf dem gemeinsamen Online-Whiteboard. Präsentation dann wieder über Beamer. Aber vermutlich ist dieses Szenario noch auf lange Zeit hin an Schulen eine Zukunftsvision. Technisch geht es schon jetzt.

Wahrscheinlich wird für viele die Zukunft ohnehin anders aussehen. Denn auf den Lehrermangel folgt garantiert wieder die Lehrerschwemme und dann sieht es für viele, viele Jahre wieder schlecht mit den Einstellungschancen aus. Eventuell ist dann die Online-unterstützte Nachhilfe für euch ein interessantes Betätigungsfeld. Und so manches Tafelbild könnt ihr hier vielleicht zweitverwerten.

Uwe Kohnle

Noch ein paar Angaben zum technischen Rüstzeug:
Damit schon mal kein Neid aufkommt: Das 'interaktive' Whiteboard bekam lernmodule.net zum Europäischen eLearning-Award 2007 von Promethean geschenkt. Der Kurzdistanzbeamer stammt von Acer.
Für die Online-Nachhilfe ist für das Whiteboard eine Auflösung von 1024px*768px völlig ausreichend. Ein 'interaktives' Whiteboard braucht man nicht wirklich, ein zweiter Bildschirm ist aber schon sehr hilfreich (15" - ca. 30€ bei eBay).

Und ein ganz aktueller Tipp für den Einsatz im Unterricht:
Für diejenigen, die keinen PC oder Netbook zur Verfügung haben, sondern nur ein iPad ohne Flash: Schaut euch mal EasyChalk an.
Für alle anderen: Auch mit dem iPad kann man einen PC fernsteuern. Coole Sache, da iPad und Beamer nicht verbunden sein müssen.

Und fast hätt' ich's vergessen: Die Preise für Online-Whiteboards sind in der Regel recht moderat. Bei vielen gibt es kostenlose Versionen.


tagsStichwörter: Whiteboard, Online-Nachhilfe

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Hier geht's um Ideen für computerunterstütze Lehr- und Lernszenarien in Schule und Nachhilfe. Schwerpunkt wird sicher eLearning sein - obwohl ich den Begriff ungern benutze. Schließlich kommt es auf sinnvolle Kombinationen von Präsenz- und Online-Phasen an.

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