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Nichts ist alternativlos - auch Google nicht

K. Dautels Weblog

Nichts ist alternativlos - auch Google nicht

Karl Kirst erwähnt in seinem Blogbeitrag zur ToDoList-App Trello, dass die Daten möglicherweise (sehr wahrscheinlich) auf einem US-amerikanischen Server liegen.

Wenn das so ist, dann wäre das aus meiner Sicht nicht nur ein Nachteil unter vielen, sondern ein ernsthafter Ausschlussgrund! Dann sollte eine solche App als PIM (Personal Information Manager) nicht in Frage kommen.

Ich finde, wir gehen mit der Problematik „Schutz persönlicher Daten“ immer noch sehr inkonsequent um und schauen immer noch zu sehr auf kurzfristigen Nutzen. Die ganze Debatte und die lauthalsige Empörung über die NSA (und den Rest) kann kein Ersatz sein für die persönliche Handlungskonsequenz.

Und dabei geht es auch nicht so sehr um die Frage, ob ich persönlich etwas zu fürchten oder zu verbergen hätte. Es geht um Deutlichkeit nach außen und Klarheit für mich selbst: Ich bin zu autonomem Handeln in der Lage, auch wenn es unbequem erscheinen mag.

Wir - ich verwende jetzt einmal den Plural - kaufen auch nicht mehr das billigste Schnitzel im Supermarkt, manche kaufen auch gar keine Schnitzel mehr, manche ächten sogar die Milch und die Butter von der glücklichen Freilandkuh … Vegetarisch ist schon Lifestyle, vegan ist stark im Kommen - aber ein NSA-neutraler Alltag scheint eine Unmöglichkeit. Lieber hoffen wir auf einen NSA-Ausschuss, den Europäischen Gerichtshof oder gar die Telekom. Das tun wir doch sonst auch nicht.

Dabei ist es ja nicht so, dass Google und Co. unvermeidbar wären. Sie sind zwar aus unserem digitalen Alltag nicht mehr wegzudenken, aber wir sind nicht alternativlos.  Es gibt Alternativen zu den diversen Google-Diensten, zur Dropbox, zur iCloud, zu Evernote, ja sogar zu Facebook.

Und das übrigens (hoffentlich) nichts mit Patriotismus oder Europa-Euphorie zu tun, es ist einfach nur vernünftig. Nichts ist alternativlos - auch Google nicht.

[Einzige Ausnahme: Mein Apple Macbook. Das ist mir alternativlos lieb und teuer.]

PS.: Auf Heute.de gibt es eine Anleitung zur Frage: "Wie stelle ich einen Löschantrag bei Google" mittels eines "Search Removal Request".

tagsStichwörter: NSA, Google, Dropbox, ToDoList, Löschantrag

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