Ich habe die Worte von Vera F. Birkenbihl noch in den Ohren. Lernen lassen!
Klar gerne doch, aber bei dem Lehrplan wie soll das gehen? Und die Kinder und Jugendlichen haben doch eh keine Lust.
Ein kleiner Schritt in diese Richtung ist die Portfolioarbeit. SchülerInnen werden angehalten, das eigene Verhalten zu reflektieren. Sie erkennen Fortschritte und kommunizieren dies. Sie können so die eigene Entwicklung mitsteuern und wahrnehmen.
In der Portfolioarbeit können verschiedene Medien genutzt werden, was wiederum für diese Arbeit motiviert.
Auch wenn diese Arbeit mehr Zeit und eine individuellere Begleitung erfordern, ist dies eine tolle Möglichkeit den Kindern und Jugendlichen den Spaß am Lernen mitzugeben!
Zum Nachlesen empfehle ich: "Das Portfoliobuch für Erzieherinnen und Erzieher" vom Bildungsverlag EINS.

Fontane44 23.05.2012 11:30
Zu Portfolio: Natürlich ist entscheidend wichtig, dass Schüler ihre (Mit-)Verantwortung für ihr Lernen wahrnehmen. Nurn darf die Arbeit an der Portfolioerstellung die Lust an der Beobachtung des eigenen Lernzuwachses nicht rauben. Übrigens: Kannst du die Verdopplung aus deinem Artikel herausnehmen, aber bitte den Link am Schluss erhalten?
kdautel 24.05.2012 21:14
Lieber Fontane44, da ich ein Anhänger der Portfolio-Idee bin und auch gute Erfahrungen damit gemacht habe, würde mich Genaueres zu Deiner Anmerkung ("Lust an der Beobachtung ... rauben") interessieren. Wie ist das gemeint?
f.j.neffe 19.06.2012 14:29
LERNEN & LEHREN kommt von germ. LAISTI = DIE FÄHRTE. Man LERNT indem man eine Fährte des Lebens verfolgt und eigene, originale ErFAHRungen macht. Und wenn einen das so fasziniert, dass andere neugierig werden und einem VON SICH AUS FOLGEN WOLLEN, dann ist man LEHRER. So nehme ich das in der neuen Ich-kann-Schule (etymologisch) wörtlich. Der Mensch kann gar nicht nicht lernen! Als LEBEwesen ZIEHT es ihn ein Leben lang seinem ewigen ZIEL entgegen. Nun sind wir aber dämlich genug, die SOG-Wirkung des Lebens völlig zu ignorieren und täglich mit UNTERricht dagegen anzutreten. Wir richten das Leben von oben herab nach UNTEN, das ist UNTERricht. Und unser sog. "Lehr"plan ist nichts weiter als ein Sammelsurium von Vollzugsvorgaben. Und dann kommen wir auch noch daher und meinen, wir müssten Kindern in diesem Konstrukt gegen die Wirklichkeit auch noch Spaß aufdrängen. Spaß am Lernen - wo doch ein Blinder nicht übersehen kann, dass es gar nicht um Lernen dabei geht. Was lernen denn wir Lehrer dabei? Lehren heißt doch ein Beispiel für Lernen zu sein. Wie beispielhaft sind wir denn? Sind wir nicht gar keine Lehrer sondern nur Unterrichtsvollzugsbeamte? Machen wir nicht ständig DRUCK, wo wir mit SOG mitreißen sollten? Ist unsere ganz konstruierte Unterrichtsvollzugspädagogik ein einziger Widerspruch in sich? Wie soll jemand lernen lassen, der gar nicht weiß, was das ist? Wie soll man bei jemand lernen, der noch nicht mal den praktischen Unrerschied zwischen Lehren und Unterrichten kennt und beachtet? Wo haben wir je genau hingeschaut, was die Kinder tatsächlich LERNEN bei dem, was wir mit ihnen tun? Freundlich grüßt Franz Josef Neffe