L3T's work , ein Expertentreffen zur Zukunft von Lern- und Lehrmaterialien, das Ende Mai, Anfang Juni 2012 in Bad Reichenhall stattfand, war offensichtlich eine Veranstaltung, die von den 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positiv eingeschätzt worden ist und u. a. zu einigen Wetten auf die Zukunft von Lern- und Lehrmaterialien geführt hat, eine davon nennt das ZUM-Wiki.
Diesen Hinweis verdanke ich Maria Eirich, die durch Beat Döbelis Bericht Wie war denn L3T work? neugierig geworden ist und sich dann die Berichte von Joachim Wedekind und etwas ausführlicher von Peter Baumgartner angeschaut hat.
Die angesprochene Wette lautet:
WETTE 11: Das ZUM-Wiki oder ein neues, alternatives Angebot zur Erstellung deutschsprachiger Lern- und Lehrresourcen mit freier Lizenzierung, übersteigt bei der Zahl der wirkenden AutorInnen die 10.000-Grenze.
Trifft zu in 6/12/18 Monaten oder später/nie?
Kriterium: Nachweis
L3T's work scheint ein interessantes und gut geplantes Expertentreffen gewesen zu sein, das nicht nur wegen der Arbeitsmethode des „Word Cafés“ ein wenig an unser ZUM-Treffen 2011 erinnert.

TNolte 02.07.2012 18:42
Solange LehrerInnen Wikis (allen voran Wikipedia) nur konsumieren und dann noch herablassend über deren Fehler meckern, statt sich die Wiki-Philosophie "Das Wissen gehört allen Menschen" zu eigen zu machen (und JEDER kann etwas dazu beitragen - besonders "wissende" LehrerInnen!), sehe ich die 10.000-Grenze im ZUM-Wiki leider noch in sehr weiter Ferne. Gerade erlebe ich, wie KollegInnen schriftlicher Fächer an einer Schule ganze Wochenenden opfern, um Lernmaterial für den Förderunterricht zusammen zu stellen (Schere-und-Klebemethode bzw. Scannermethode aus verschiedenen copyright-geschütztem Materialien). So treiben das dann auch KollegInnen an den Nachbarschulen, in Nachbarstädten und in Nachbarbundesländern und im gesamten deutschsprachigen Raum. Was für eine unglaubliche Ressourcenvergeudung pädagogischer Arbeitskraft! Am ZUM-Wiki und/oder einem Schulwiki unter CC-BY-SA Lizenz könnten sich außer KollegInnen sogar (hoch-)begabte SchülerInnen beteiligen (Produktion, statt Konsumption)! Es entstünden ganz allmählich pädagogische Förder-Pflanzen und -Wälder (NB: Die natürliche Waldrendite beträgt durchschnittlich ca. 3 % / Jahr.). Oder erreichen wir in den Wikis eine kritische Masse und das Wachstum wird exponentiell?